Mit politischer Partizipation zum Kreis für alle.

Über die Teilnehmer-Kreise

Lernen Sie unsere drei Teilnehmer-Kreise kennen.

Mädchen mit Armprothese arbeitet an einem Laptop

Politische Teilhabe vor Ort: So geht’s

Unsere Broschüren können Ihnen eine erste Orientierung für eine wirksame politische Teilhabe in Ihrem Wohnort geben. Sie können alle Dateien als barrierefreie PDF herunterladen oder kostenfrei nach Hause bestellen.

Die Inklusionsbeauftragte Emiliy Willkomm-Laufs (links) steht mit Carolin Küpper (der Leiterin des Amtes für Generationen, Demografie, Inklusion und Sozialplanung) auf einer grünen Wiese vor grünen Bäumen. Sie lächeln direkt in die Kamera und halten ein Schild, auf dem steht: Gemeinsam auf den Weg in eine inklusive Zukunft im Kreis Düren.

Lese-Tipp

Mit Charme, Plan und Tatkraft: die Inklusionsbeauftragte des Kreises Düren im Porträt.

In Zukunft Inklusiv

Ein Projekt, drei Kreise und das gemeinsame Ziel:
Türen zur Kommunalpolitik kreisweit öffnen

Die Kreise Düren, Kleve und Unna arbeiten seit Herbst 2022 gemeinsam mit unserem Projekt daran, Menschen mit Behinderungen aus ihrem Kreisgebiet eine wirksame kommunalpolitische Teilhabe zu ermöglichen.

Der Fokus liegt hier zunächst auf der Kreisebene. Das heißt: Menschen mit Behinderungen sollen sich künftig bei all den politischen Entscheidungen, die von den Kreistagen getroffen werden, berücksichtigt und einbezogen werden. Ein wichtiges Anliegen unseres Projekts ist aber auch die Vernetzung zwischen Kreis und angehörigen Gemeinden zu intensivieren, damit sich der Kreis als Ganzes inklusiver entwickeln an

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Warum liegt der Fokus auf Menschen mit Behinderungen?

Bisher sind Menschen mit Behinderungen vergleichsweise wenig in der Kommunalpolitik vertreten und ihre Belange werden selten in politische Entscheidungen einbezogen. Stadtplanung, Veranstaltungen, Services der Verwaltungen – vieles in unserer alltäglichen Umgebung ist voll mit Barrieren. Sie können nur behoben werden, wenn sie sichtbar gemacht werden.

Ein Beispiel: Ein Kreis möchte ein kreisweites Sportfest ausrichten. Damit auch Besucher*innen mit Behinderungen an diesem Tag ungehindert teilnehmen können, muss möglicherweise an Zugänge auf die Tribünen für Menschen mit Rollstuhl, barrierefreie Toiletten oder auch eine mögliche Blindenreportage für Sehbehinderte gedacht werden.

Ein Beirat kann hier allein mit seinem Erfahrungswissen unterstützen. Gemeinsam können passende Lösungen entwickelt werden. Und vielleicht wird aus dem einfachen Sportfest am Ende ein inklusives Sportfest, wo nicht nur das Publikum vielfältig ist, sondern auch die Sportler*innen auf dem Platz.

Die Kreise brauchen Expertise von Betroffenen

Was sind konkrete Projektziele?

Menschen mit Behinderungen sollen sich im Teilnehmer-Kreis wirksam politisch einbringen können. Das ist das Ziel unseres Projektes. Das ist aber recht unkonkret. Woran sehen wir, dass sich Menschen mit Behinderungen nun besser in den Teilnehmer-Kreisen politisch beteiligen können? Indem es mehr Menschen mit Behinderung im Kreistag gibt?

So einfach ist es besonders am Anfang leider nicht. Denn gerade für Menschen mit Behinderungen ist die politische Teilhabe aufgrund vieler Barrieren oft sehr schwer. Bevor wir also auf die Kreistage zielen, brauchen wir einfachere Lösungen, damit Menschen mit Behinderungen ihre Belange in die Politik tragen können. Behindertenbeiräte sind eine solche Lösung. Deshalb ist die Gründung eines Beirats in jedem unserer Teilnehmer-Kreise ein konkretes Projektziel.

Warum Behindertenbeiräte?

Behindertenbeiräte haben sich in vielen Fällen als ein gutes Mittel erwiesen, eine gute Zusammenarbeit zwischen Selbstvertreter*innen und Kommunal-/Kreispolitik sicherzustellen. Nicht nur Menschen mit Behinderungen können sich in einem Beirat leichter einbringen. Auch für Kreispolitik und Verwaltung bietet ein Beirat die Chance, auf ein vielseitiges Expertenwissen insbesondere im Bereich Barrieren-/Barrierenabbau zurückgreifen zu können. Eine wichtige Grundlage, um sich künftig in einen inklusiven Kreis entwickeln zu können.

Es braucht Türöffner für eine wirksame Beiratsarbeit

Damit aber überhaupt ein Beirat wirksam arbeiten und damit die Politik mitgestalten kann, braucht es Türöffner, die erst einmal eine Teilhabe ermöglichen. Und es braucht Türstopper, die dafür sorgen, dass die Tür geöffnet bleibt und engagierte Menschen ihr Engagement nicht gleich wieder aufgeben, weil sie zum Beispiel nicht eingebunden werden und sie selbst nichts bewirken können.

Was sind diese Türöffner und Türstopper?

Wir sehen hier insbesondere zwei besonders wichtige „Türöffner und -stopper“:

  1. Festangestellte Inklusionsbeauftragte
    Eine fest angestellte Person in der Verwaltung, die als feste Ansprechperson für politisch engagierte Menschen mit Behinderungen da ist, Treffen und Maßnahmen organisiert und dafür sorgt, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen politisch berücksichtigt werden. Bei unseren drei Teilnehmer-Kreisen heißen diese Personen: Inklusionsbeauftragte.
  2. Eine Satzung für die Belange der Menschen mit Behinderungen
    Die Art und Weise, wie ein Kreis sicherstellen kann, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen in der Politik und Verwaltung berücksichtigt werden, kann in der jeweiligen Hauptsatzung festgehalten werden. Hier kann zum Beispiel auch stehen, dass ein Selbstvertretungsgremium, etwa in Form eines Beirats, gegründet werden soll. Die Festschreibung in der Satzung gibt Orientierung und bindet Politik und Verwaltung an die Vorgaben. Das schafft Verbindlichkeit.

Beide Punkte sind ebenfalls konkrete Projektziele.

Erreichte Projektmeilensteine

1.Erfolgreiche Bewerbung/Gewinnung von Teilnehmer-Kreisen
2.Alle Kreise haben Inklusionsbeauftragte eingestellt
3.Durchführung einer viertägigen Schulung für die Inklusionsbeauftragten
4.Arbeitskreisgründungen in Düren und Kleve

Weitere Informationen zu unserem Projekt finden Sie in unserer Mappe:

Sie wollen tiefer in das Thema einsteigen?

Dann schauen Sie gern in unsere Broschüre “Türen zur Kommunalpolitik öffnen” oder hören Sie sie als Podcast an:

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Neues aus dem Projekt

Was passiert in den Teilnehmer-Kreisen? Wie kann politische Teilhabe wirksam auf Kreisebene gelingen? Was gibt es Neues und Wichtiges rund um das thema der örtlichen Behindertenpolitik? All diese Fragen greifen wir in unserem Blog auf.

  • Kreis Kleve: „Arbeitskreis Inklusion“ ist gestartet

    Sieben Städte und Gemeinden aus dem Kreis Kleve haben sich beim Auftakttreffen des neuen „Arbeitskreis Inklusion“ im Rathaus Kevelaer getroffen,

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  • Kreis Düren: „Initiativkreis Inklusion“ gegründet

    Fest im Blick hat der Kreis Düren das Ziel, ein Selbstvertretungsgremium von Menschen mit Behinderungen auf Kreisebene zu gründen. Damit

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  • Die drei Inklusionsbeauftragten Niklas Beyer, Jennifer Schmandt und Emily Willkomm-Laufs sitzen gemeinsam an einem Tisch und blicken auf ein großes Blatt papier, das sie selbst beschrieben haben. Hinter ihnen steht eine Pinnwand mit bunten beschriebenen Zetteln.

    Basisschulung für Inklusionsbeauftragte

    Vier Tage haben wir uns gemeinsam mit den drei Inklusionsbeauftragten unserer Teilnehmerkreise Düren, Kleve und Unna die Zeit genommen, um

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  • Blick auf die Bühne vom Ende des Veranstaltungsraums. Viele Teilnehmer*innen sitzen in Stuhlreihen vor der Bühne und schauen nach vorn.

    Kreis Düren: gut besuchter Auftakt

    Und schon hat der Kreis Düren einen weiteren Meilenstein im Prozess hin zu mehr Inklusion erreicht: Bei einer Auftaktveranstaltung am

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  • Kreis Kleve: „Der Abbau von Barrieren ist ein Akt der Nachhaltigkeit“

    Mit erstem und neuem Inklusionsbeauftragten geht die Kreisverwaltung Kleve Inklusion aktiv an Zielgerichtet steuert die Kreisverwaltung in eine inklusive Zukunft.

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  • Die Inklusionsbeauftragte Emiliy Willkomm-Laufs (links) steht mit Carolin Küpper (der Leiterin des Amtes für Generationen, Demografie, Inklusion und Sozialplanung) auf einer grünen Wiese vor grünen Bäumen. Sie lächeln direkt in die Kamera und halten ein Schild, auf dem steht: Gemeinsam auf den Weg in eine inklusive Zukunft im Kreis Düren.

    Kreis Düren: Mit Plan, Charme und Tatkraft

    Manchmal ist der Name Programm. So auch bei der neuen Inklusionsbeauftragten des Kreises Düren, Emily Willkomm-Laufs. Ihre Stelle richtete der

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